Sheikh Zakzaky Deutsch

Stellungnahme zum Massaker an nigerianischen Schiiten durch die nigerianische Armee

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Im Namen Allahs

Am Samstag, den 12.12.2015, hat die nigerianische Armee in der Stadt Zaria die religiöse Versammlungsstätte „Husainiyyah Baqiyatullah“ angegriffen und hierbei hunderte unschuldige Personen getötet oder verletzt wurden. Auch der Anführer der nigerianischen Schiiten, Scheikh Ibrahim Zakzaky, dessen Ehefrau und Sohn bei den Angriffen ums Leben kamen, wurde bei dieser brutalen Aktion schwer verwundet. Er und Hunderte weitere Anhänger des „Islamic Movement in Nigeria“ wurden festgenommen und von der Armee entführt. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Schiiten in Nigeria keine drei Wochen zuvor Opfer von Anschlägen seitens der Terrororganisation Boko Haram gewesen sind und bereits zu jenem Zeitpunkt 21 Tote zu beklagen hatten.

Die Gemeinschaft der Mitte e.V. verurteilt in aller Deutlichkeit die blutrünstige Vorgehensweise der nigerianischen Armee und fordert die sofortige Freilassung von Scheikh Ibrahim Zakzaky und allen weiteren Verhafteten. Eine jede Armee ist dazu verpflichtet, die Bürger ihres Landes zu schützen, und es gibt keinerlei Rechtfertigung dafür, dass eine Armee ihre militärische Ausstattung dafür nutzt, um gewaltsam gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. In diesem Zusammenhang ist es stark verwunderlich, dass die nigerianische Armee kaum Erfolge gegen die Terrororganisation Boko Haram verbuchen kann – sie hat es beispielsweise auch nach über 600 Tagen nicht geschafft, die 270 Mädchen zu befreien, die Boko Haram aus dem nigerianischen Chibok entführt hat – aber offensichtlich ungenutzte Ressourcen aufweist, um sie gegen wehrlose Zivilisten einzusetzen. Nicht nur, dass sie in absolut unzureichendem Maß gegen Boko Haram vorgeht; sie greift gar jene Organisation an, die nachweislich mit zu den stärksten Gegnern jener Terrororganisation gehört.

Auf der anderen Seite ist es auch verwunderlich und bedauernswert, dass die deutschsprachigen Medien kaum über dieses Massaker in Nigeria berichtet haben. Dieses Ereignis hat zweifellos ein derartiges Ausmaß, dass die hiesigen Medien dazu verpflichtet sind, auch die deutsche Bevölkerung darüber zu informieren, zumal bereits in verschiedensten Ländern der Welt (bspw. Iran, Bahrain, Irak, Indien, Pakistan, Thailand) Demonstrationen gegen die Vorgehensweise der nigerianischen Armee und für die Freilassung Scheikh Zakzakys stattgefunden haben.

Darum bitten wir die Leser dieser Stellungnahme höflichst darum, sie zu teilen, damit weitere Menschen von diesem Verbrechen erfahren können.

Wir beten für das nigerianische Volk, die Hinterbliebenen der Opfer und die Freilassung von Scheikh Zakzaky und seinen Anhängern.

Eure Gemeinschaft der Mitte e.V.

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