Mediale Bekämpfung des Islam

Mediale Bekämpfung des Islam

In Alle Artikel, Gesellschaftliches by gdm

Nachwuchsautor: Br. Osama Hazime

Die aktuelle Lage hier in Deutschland sieht für die Muslime leider allzu oft düster aus. Ständig versuchen verschiedene Medien, den Islam und somit die Muslime aus diversen Gründen in ein schlechtes Licht zu rücken. Ist etwa eine Religion, die gegen Rassismus, Gewalt, Unterdrückung und Hass spricht, eine Religion, die es verdient hat, bekämpft zu werden? Oder stecken hinter den Aktionen andere Absichten?

Der Islam ist eine Religion mit einer beachtlichen Anzahl von Anhängern – und trotzdem gehört Volksverhetzung gegen diese Weltreligion inzwischen zum Tagesgeschäft. Meistens handelt es sich um negativ konnotierte Themen rund um das Thema Islam, die im Radio, in den Zeitungen, im Fernsehen und sogar in politischen Debatten angesprochen und veröffentlicht werden, ohne dabei auf die Gefühle der in Deutschland lebenden friedlichen Muslime Rücksicht zu nehmen. Diese ihrerseits haben es langsam satt, regelrecht von links und rechts attackiert zu werden. Allein in Deutschland leben ca. fünf Millionen Muslime, von denen der Großteil aber friedlich ist und Frieden, Dialog, Toleranz, Akzeptanz und sogar Zusammenarbeit möchte. Je stärker und entschiedener die Muslime sich zu integrieren versuchen,  desto stärker scheint der Islam bekämpft zu werden. In den Schulen, Hochschulen, Universitäten und auf den Arbeitsstellen werden Gebetsräume größtenteils nicht nur nicht bereitgestellt, sondern sogar explizit verboten oder über Umwege verhindert. Betende Menschen werden als Störfaktoren empfunden, obwohl das Gebet an sich in keinster Weise störend wirkt oder gar wirken darf, sofern vorgesehene Plätze für die Praktizierung dessen existieren würden.

Im Grundgesetz, Artikel 4 steht geschrieben: "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."

Die Muslime werden in der Religionsausübung zunehmend gestört, insbesondere dann, wenn aufgrund von Verboten und fehlenden Bereitstellungen, die Ausübung einer religiösen Praktik verhindert wird. Kopftuchtragende muslimische Frauen werden, weil sie ein Stück Stoff auf den Kopf haben, auf üble Art und Weise kritisiert und Ihnen die Integration in die Arbeitswelt erschwert. Ist dies eine Förderung der Integration oder eher eine gezielte Bekämpfung dieser? Ist ein Mensch deshalb schlecht und desintegriert, weil er aufgrund von religionsrechtlichen Geboten einem fremden andersgeschlechtlichen Menschen nicht die Hand reicht?

Jeder Mensch darf in Deutschland seine Religion im Rahmen des Gesetzes frei ausüben. Wenn eine Religion eine Tat gebietet oder verbietet und dessen Anhänger dem Folge leisten, währenddessen dies im Rahmen des Gesetzes liegt, dann ist nichts Verwerfliches daran und muss deshalb respektiert und toleriert werden. Die Gründe dieser Gebote bzw. Verbote und die Kultur Deutschlands spielen dabei eine zweitrangige Rolle. In einer multikulturellen Gesellschaft treffen viele verschiedene Kulturen, Traditionen, Praktiken und allgemeine Intressen aufeinander, weshalb Zusammenarbeit und Dialog nötig sind, um die verschiedenen Interessen auch  berücksichtigen zu können. Eine Gesellschaft sollte darauf aus sein, das Zusammenleben verschiedener Intressengruppen auf eine gesunde Art und Weise zu verwirklichen. Es bringt nichts, wenn jeder nur an seine eigenen Intressen denkt und gegen die Intressen anderer auf verbaler und praktischer Ebene agiert. Unsere Gesellschaft droht aus diesen Gründen eher, in sich zusammenzubrechen, anstatt ein Musterbeispiel für andere Gesellschaften zu werden .

Vetter und zugleich Schwiegersohn des geehrten Gesandten Gottes (s.), namens Ali ibn Abi-Talib (as.) sagte laut einer überlieferten Tradition:"Der Mensch ist der Feind dessen, was er nicht  kennt"

Jedes Individuum sollte innerlich so eingestellt sein, die Intressen, Gefühle, Lebensweisen und Identitäten anderer verstehen zu wollen. Ist der Wille zum Verständnis nicht da, bilden Vorurteile die eigene Meinung über andere oder beeinflussen sie zumindest in fataler Weise. Solange diese Aspekte nicht geklärt sind, bleiben Verfeindungen Alltag und ein friedliches Zusammenleben nicht in Sicht.

Liebe Nichtmuslime, versucht, uns Muslime zu verstehen, denn auch wir versuchen, euch zu verstehen. Sprecht mit uns, denn nur so werden Unklarheiten beseitigt. Dies liegt im Intresse aller Muslime, die der Tradition des Propheten Muhammad (s.) Folge leisten.

Liebe Muslime, gedenkt stets folgenden wunderschönen Ausspruch Imam Alis a.s, um stets das Bewusstsein, dass wir alle Geschwister sind, innezuhaben:

„Die Menschen sind zweierlei. Entweder dein Bruder in der Religion, oder Deinesgleichen in der Schöpfung.“

 

 

 

 

 

1375 Insgesamt angeschaut 4 Heute angeschaut