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Im Namen Allahs, des Allerbamers, des Barmherzigen

Das sind Wir!

Die Gemeinschaft der Mitte e.V. (Kurz GdM e.V.) ist einer der ersten schiitischen gemeinnützigen Vereine weltweit, dessen Inhalte ausschließlich in deutscher Sprache angeboten werden. Die Gemeinschaft besitzt eigene Räumlichkeiten in Köln, in denen das gesamte regelmäßige Angebot abgehalten wird. Insbesondere halten der Vorstand und die Mitglieder ihre Sitzungen und Versammlungen dort ab. GdM e.V. wurde Ende 2012 gegründet und ist im Vereinsregister eingetragen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Vorgeschichte

Der Gründung der GdM ging eine detaillierte Planung voraus, die ca. zwei Jahre in Anspruch genommen hat. In dieser Zeit wurde die Lage der Muslime (insbesondere der Schiiten) in Deutschland intensiv, sachlich und wissenschaftlich analysiert.

1. Festgestellt wurde, dass in der muslimischen und schiitischen Community in Deutschland große Lücken bestehen. Diese Lücken konnten vor allem in Bezug auf die islamischen Inhalte beobachtet werden, die an heranwachsende Muslime oder deren Eltern gerichtet wurden.

2. Außerdem stellten die Gründer fest, dass die heranwachsende Generation ein Islamverständnis benötigt, in dem das Deutschsein mit dem Muslimsein harmoniert. Daher ist eines der Leitmotive der Gemeinschaft: Muslim und Deutsch in der Moschee, Deutsch und Muslim außerhalb der Moschee.

3. Uns war von vorneherein klar, wie wichtig es ist, dass die islamischen Angebote gegenüber den nichtmuslimischen Mitbürgern und dem deutschen Staat transparent sein müssen. Die Transparenz der Inhalte ist für die Gemeinschaft eine wesentliche Grundlage für ein gutes Miteinander und für eine positive Teilhabe am sozialen und politischen Geschehen. Sie baut Vorurteile ab, relativiert Ängste, fördert die Verständigung und wirkt daher ebenso friedensstiftend.

4. Ein weiteres Problem, in Bezug auf die Praktizierung der Religion ist, dass die Muslime in Deutschland, wegen ihrer unterschiedlichen Herkünfte, meistens nicht in der Lage sind, den Islam gemeinsam kennenzulernen und auszuleben. Die Sprachbarrieren schaffen eine Kluft, die der islamischen Vorstellung von einer multikulturellen Ummah (Gemeinschaft) widerspricht. In dieser Gemeinschaft soll das einzelne Mitglied nicht wegen seiner Herkunft, sondern nach dem Maßstab der Wahrhaftigkeit und Rechtschaffenheit beurteilt werden.

All diese Gründe und viele weitere haben uns überzeugt, dass die Muslime ihre Gemeinden so gestalten sollten, dass die sprachlichen, kulturellen und traditionellen Barrieren aufgehoben werden und eine starke Gemeinschaft gebildet werden kann, in der jeder aufgenommen wird und sich darin entfalten kann.

Eine solche Gemeinschaft, die pflichtbewusst gegenüber ihren Mitgliedern, den Mitbürgern und dem deutschen Staat ist, sollte aber auch von den Mitgliedern, den Mitbürgern und dem Staat Förderung erfahren, weil sie positiven Einfluss auf verschiedensten Ebenen ausübt.

Unsere Sicht auf die Voraussetzungen der islamischen Aktivitäten einer Gemeinde

Aus unserer Sicht sind die Grundvoraussetzungen islamischer Aktivitäten in einer Gemeinde oder einem Verein, dass man ausreichende Kenntnisse der wahrhaftigen islamischen Inhalte aufweist, und ein gutes Verständnis für die Lebensrealität jenes Landes hat, in dem man lebt. Dieses Verständnis muss sich insbesondere auf die Situation der Muslime, ihre Bedürfnisse, Probleme, Stärken und Schwächen erstrecken. Ferner muss die Weisheit vorhanden sein, die islamischen Prinzipien auf passende Art und Weise auf diese Realität anzuwenden. Daher ist unser Verständnis vom Weg der Mitte vielschichtig zu verstehen:

1. Zum einen bedeutet die Mitte ein prinzipientreues Verständnis des Islams, das aber für innovative Erforschung und Neuinterpretationen islamischer Inhalte und für den Dialog mit Andersdenken auf allen Ebenen offen ist.

2. Zum anderen bedeutet die Mitte, dass in der Vermittlung der islamischen Inhalte der Weg der konsequenten Weisheit und Milde eingeschlagen wird.

3. Auch bedeutet die Mitte, dass man in seiner Einschätzung der Realität der Muslime nicht utopisch vorgeht und unrealistische Annahmen und Prognosen aufstellt.

Das sind die Gründe, die den Islam zu einer Religion machen, die die Fähigkeit hat, ein epistemologisches, kulturelles, sozialpolitisches und wirtschaftliches Gleichgewicht herzustellen. Das ist der Urislam der Offenbarung, des Propheten (s.a). Und daher spielt eine Gemeinschaft der Mitte auch, die Rolle einer mittleren Schicht der Kommunikation zwischen dem Islam, personifiziert durch den Propheten und seiner Ahlulbait (a.s) und verallgemeinert durch den Koran und die authentische Sunnah, und den Menschen. Diese Rolle können aber die Menschen nicht spielen, wenn sie die notwendigen Voraussetzungen hierfür nicht erfüllen. Die koranische Grundlage hierfür bietet der folgende Artikel (Link wird noch eingefügt)

Zielsetzungen

Unser Ziel besteht daher darin, dazu beizutragen, im Rahmen unserer Möglichkeiten als bisher lokale Gemeinde, an der Gestaltung möglichst ausgeglichener islamischer Persönlichkeiten zu arbeiten, die gebildet, prinzipientreu, selbstbewusst und gegenüber dem anderen offen sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob diese „anderen“ nun Muslime oder Nichtmuslime sind. Persönlichkeiten die Verantwortung für ihre Gemeinschaft und ihre Gesellschaft tragen und positiv am sozialen Miteinander teilnehmen. Persönlichkeiten, die mit Wort und Tat den Islam, wie er in Wahrheit ist, präsentieren: eine globale Religion, die zu einem umfassenden bereits in der Seele beginnenden Frieden aufruft. Somit steht der Islam, der eingangs in dem Vers über die Gemeinschaft der Mitte beschrieben wird, in absolutem Widerspruch zu den gewaltbereiten und gewalttätigen Erscheinung, die heute weltweit ihr Verbrechen im Namen des Korans, des Propheten und Allahs begehen

Vorbild

Unser Vorbild in unserem Denken und Wirken sind hierbei die Ahl-ul-bait* (a.s), deren Mitglied und Oberhaupt der Prophet (S.a) ist. Die Ahl-ul-bait haben stets in der Sprache ihres Volkes gepredigt und die Menschen dort abgeholt, wo sie waren. Sie haben mit Bedacht und Vorsicht zur Wahrhaftigkeit und Rechtschaffenheit geführt, und haben nicht missioniert, sondern eingeladen. Mit Worten, aber auch mit Taten.

Kraft der Idee

Das Vorhaben ist in dem Sinne ehrgeizig, dass es ganzheitlich ist. Uns ist hierbei bewusst, dass wir als einzelne Gemeinde nur einen kleinen Beitrag dazu leisten können, nicht jedoch die gesamte Arbeit. Allerdings streben wir an, durch eine Vorbildfunktion einen großen Einfluss zu haben, so dass diese Ziele mittels der Kraft unserer Idee, und nicht lediglich unseres lokalen Handelns, erreicht wird. Wir beanspruchen auch nicht, die einzige Gemeinschaft zu sein, die in diese Richtung arbeiten will, auch wenn wir naturgemäß unsere eigene Strategie haben.

Angebot

Um unsere Ziele zu erreichen, unterhält die Gemeinschaft der Mitte ein breitgefächertes Angebot, dessen Hauptbestandteile regelmäßige allgemeine Treffen sind, die donnerstags und freitags stattfinden. Während am Donnerstag die spirituelle Dimension durch das Bittgebet von Kumail und das Gemeinschaftsgebet gefördert wird, stellt das Freitagstreffen das wöchentliche Haupttreffen dar, in dem Wissen vermittelt wird, Austausch stattfindet und für das leibliche Wohl gesorgt wird, ohne dabei die spirituelle und emotionale Dimension zu vernachlässigen.

Demnächst startet die Gemeinschaft auch einen Arabisch-Unterricht, der als Hauptziel die Stärkung der Bindung der Muslime zum Koran hat. Dennoch ist der Arabisch-Unterricht an jeden gerichtet, unabhängig von seiner Religion oder Herkunft.

Die Gemeinschaft der Mitte hat auch seit zwei Jahren einen Service, den sie über WhatsApp anbietet, in der die Gläubigen Fragen zu religionsrechtlichen Angelegenheiten stellen können. Hierbei beantworten versierte Geschwister die Fragen auf Basis der Meinung der befähigten Großgelehrten. Dieser Service (WhatsApp Fiqh-Service) wird von hunderten Nutzern in Anspruch genommen. Es sei auch zu erwähnen, dass diese Art von Service weltweit einmalig ist.

Auch veröffentlicht die Gemeinschaft regelmäßig Artikel, in denen die verschiedensten Probleme in unserer Gesellschaft, wie auch Lücken in der Überzeugung der Muslime thematisiert werden.

Kontakt zu anderen Vereinen

Die Gemeinschaft der Mitte hält auch gerne Kontakt zu anderen islamischen sowie nichtislamischen Vereinen und versucht diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu fördern, soweit diese förderungsbedürftig sind, und Erfahrungswerte auszutauschen, wenn diese fortgeschritten sind. Wir können sogar sagen: Es steht inzwischen außer Zweifel, dass GdM andere Vereine und Menschen inspiriert hat und der Praktizierung islamsicher Aktivitäten einen neuen Geist und ein neues Verständnis gegeben hat.

Angebot der Gemeinschaft

Damit die Ziele von GdM erreicht werden können und das Angebot erweitert werden kann, stützt sich die Gemeinschaft der Mitte auf freiwillige und bedingungslose ideelle, fachliche und finanzielle Förderung. Daher ist die Gemeinschaft unabhängig von jeglicher Quelle. Die Unabhängigkeit wird u.a. als eine der Bedingungen betrachtet, die es erlaubt, möglichst viele Menschen zu erreichen und möglichst glaubwürdig zu bleiben. Diese Unabhängigkeit bedeutet aber nicht, dass die Gemeinschaft sich von den Wegweisungen der weisen Gelehrten trennt oder ihre Worte auf die leichte Schulter nimmt. Vielmehr sieht die Gemeinschaft die Worte der weisen Gelehrten als strategische Stützen und maßgebliche Interpretationen des islamischen Erbe der Ahlulbait (a.s) und vor allem des Propheten (s.a). Alle Planungen, Entscheidungen und Aktivitäten führt die Gemeinschaft allerdings nach dem Schura-Prinzip im Rahmen ihrer Satzung eigenständig und unabhängig durch.

Etwas zu heißen vs. etwas zu sein

Die Gemeinschaft der Mitte ist sich im Klaren darüber, dass es einfach ist, sich Gemeinschaft der Mitte zu nennen, viel schwieriger ist es aber eine Gemeinschaft der Mitte zu sein. Es ist genau der Unterscheid zwischen Träger von Namen und Träger von verinnerlichten Botschaften. Die Namensgebung ist keine Behauptung sondern ein Wunsch, den die Gemeinschaft hat, ein Traum, den sie erfüllen will und ein Ziel, das sie anstrebt. Der Verein, der Gemeinschaft der Mitte e.V. heißt, arbeitet daran, Gemeinschaft der Mitte zu werden oder zu dieser Gemeinschaft zu gehören. Ähnlich zu Eltern, die ihr Kind nach einem Propheten oder Imam nennen, damit dieser Prophet oder jener Imam zu einem Vorbild für das Kind wird. Ein Vorbild dessen Wissen, Denken und Handeln erstrebenswert ist. Auch diese realistische Betrachtung unseres Vereins resultiert aus dem Weg der Mitte, der diametral zu jeglicher Art von Übertreibung und Untertreibung steht.

Ein Aufruf und zwei grundlegende Prinzipien

Die Gemeinschaft der Mitte ruft dazu auf, dass auch andere Vereine dieses gezeichnete Schema einschlagen, weil sie darin die Zukunft und den Erfolg sieht. Die Gemeinschaft der Mitte kann durch zwei Worte beschrieben werden, die Prinzipientreue und die Offenheit. Denn wer keine Prinzipien hat, irrt umher und verfällt in vielen Widersprüchen und falschen Kompromissen. Und wer verschlossen und zurückgezogen lebt, schließt auch den anderen von seinem Interessenspektrum aus, unterstützt Parallelgesellschaften, läuft Gefahr am Rande der Gesellschaft zu leben und in den Händen einer extremen Weltwahrnehmung zu landen. Die Verschlossenheit führt nicht zuletzt dazu, dass der Muslim keine universelle Botschaft der Liebe, des Friedens, der Hingebung zur göttlichen Wahrheit und der Erkenntnis des Materiellen und des Verbogenen glaubhaft vermitteln kann. Sie steht jenseits der Vernunft, die eine Grundsäule der islamischen Zielsetzungen darstellt.

Die prinzipientreue Offenheit und die offene Prinzipientreue äußern sich in der Fähigkeit mit dem Andersdenkenden zu kommunizieren, mit ihm zusammenzuarbeiten und gemeinsam mit ihm an der Erhaltung und Verbesserung des gemeinsamen Alltags zu arbeiten. Sie erlaubt dem Muslim, seine Meinung zu den verschiedensten Themen selbstbewusst zu äußern und gemäß seiner Überzeugung zu handeln. Diese Einstellung ist daher eine Bereicherung für die Gesellschaft. Im Gegensatz hierzu steht die verschlossene Prinzipientreue, die in ihren extremen Zügen in Hass und Gewalt und in ihren gutartigsten Formen eine wirtschaftliche und kulturelle Last für den Staat darstellt. Aber auch eine prinzipienlose Offenheit stellt entgegen der Meinung vieler Nichtmuslime keine Lösung der Herausforderung der wachsenden muslimischen Community dar. Denn diese Einstellung führt dazu, dass der Muslim im Widerspruch zu seiner in ihm fest verankerten Identität handelt, was zu vielen Widersprüchen, Auseinandersetzungen und Konflikten auf vielen Ebenen führt. Der Versuch den Muslim zu entmuslimisieren ist zum Scheitern verurteilt, es fördert die Desintegration der Muslime und der Stärkung von Parallelgesellschaften. Daher sieht die Gemeinschaft der Mitte die Lösung darin, die Muslime zu fördern eine Gemeinschaft zu bilden und den beschriebenen Weg der Mitte in den Essenzen ihres Denkens und Handelns einzuschlagen.

Eure Gemeinschaft der Mitte e.V.

 

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